Konzerthinweis
Stadtmusik Zug: Musikalische Reise über den Atlantik
Unter der Leitung von Sandro Blank präsentiert das Orchester ein abwechslungsreiches Programm, das musikalische Traditionen dies- und jenseits des Atlantiks miteinander verbindet.
Den Auftakt macht Edward Elgars festlicher «Pomp and Circumstance March No. 4». Mit Gustav Holsts «First Suite in E-flat» folgt eines der wegweisenden Werke der symphonischen Blasmusik. Die 1909 entstandene Suite gilt als Meilenstein der Blasorchesterliteratur und stellt bis heute hohe musikalische Ansprüche an die Ausführenden.
Von England nach Amerika
Mit Philip Sparkes «Four Norfolk Dances» geht die musikalische Reise in England weiter. Die temperamentvollen Tänze greifen traditionelle Melodien auf und verbinden diese mit der klanglichen Vielfalt eines modernen Blasorchesters. Die Suite wurde zum 80. Geburtstag von Sir Malcolm Arnold verfasst. Frank Tichelis «Cajun Folk Songs II» entführt in die französisch geprägte Cajun-Kultur Louisianas und bringt deren charakteristische Rhythmen und Klangfarben auf die Konzertbühne.
Ergänzt wird das Programm durch zwei Standardwerke des Blasorchesterrepertoires. Percy Graingers «Irish Tune from County Derry» zeichnet sich durch seine innige, farbenreiche Tonsprache aus. Robert Russell Bennetts «Suite of Old American Dances» wiederum lässt mit mitreissenden Rhythmen und unterschiedlichen Tanzcharakteren ein musikalisches Bild des alten Amerika entstehen.
«Transatlatic Bouquet» verspricht damit einen Konzertabend, der verschiedene Facetten anspruchsvoller Blasmusik vereint: von festlicher Marschmusik über symphonische Klangwelten bis hin zu Volksmusik und amerikanisch geprägten Tanzformen. Die Stadtmusik Zug richtet sich dabei sowohl an Kennerinnen und Kenner der Blasorchesterliteratur als auch an ein breites, musikinteressiertes Publikum.
Stephan-Jaeggi-Preis 2026 für Felix Hauswirth
Eine besondere Bedeutung erhält der Konzertabend durch die Verleihung des Stephan-Jaeggi-Preises 2026 an Felix Hauswirth. Die Stadtmusik Zug darf damit einen herausragenden Moment der Schweizer Blasmusikgeschichte musikalisch begleiten.
Für die Stadtmusik Zug ist die Preisverleihung von besonderer persönlicher Bedeutung: Felix Hauswirth prägte als Dirigent während 38 Jahren die Geschichte des Vereins und setzte weit über die Region hinaus wichtige Impulse in der Schweizer Blasmusik. Besonders auch als Mentor und Professor für Dirigieren war er für mehrere Generationen von Dirigierenden höchst entscheidend.
Dass die Verleihung des Stephan-Jaeggi-Preises im Rahmen eines Konzerts der Stadtmusik Zug stattfindet, verbindet somit Vergangenheit und Gegenwart auf besondere Weise.
Der Stephan-Jaeggi-Preis
Diese Auszeichnung wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch aussergewöhnliche Leistungen und langjähriges Engagement im Schweizer Blasmusikwesen verdient gemacht haben – als Komponierende, Arrangeure, Interpretinnen und Interpreten oder durch ihr gesamtes Wirken.
Der Stephan-Jaeggi-Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen des Schweizer Blasmusikwesens. Seit 1962 wurde er an mehr als 50 Persönlichkeiten verliehen. Die Stiftung verfolgt damit das Ziel, das musikalische Erbe des Schweizer Komponisten und Dirigenten Stephan Jaeggi lebendig zu halten und die Schweizer Blasmusik nachhaltig zu fördern.





