Weiterbildung
An einer gewöhnlichen Probe dabei sein
Wie macht es ein anderer Dirigent? Eine erfolgreiche Dirigentin? Die Probenbesuche geben Einblick in die Geheimnisse - sind sind beste Weiterbildung.
Keine grossen Reden, sondern viel Musik - das ist das Geheimnis der BDV-Probenbesuche. Eine kleine Delegation (in der Regel 3 bis 12 Personen) verfolgt eine Probe. Es geht also nicht um eine Hauptprobe, sondern um die alltägliche Probenarbeit.
Vorgesehen sind folgende Probenbesuche
Probenbesuch I
Roland Fröscher
Oberaargauer Brass Band OBB
Montag, 14. September 2026, 1945 bis 2215
Probelokal: Alte Mühle Langenthal
Mühleweg 23, 4900 Langenthal
Max. 20 Teilnehmende
Probenbesuch II
Benedikt Hayoz
La Landwehr de Fribourg
Freitag, 20. November 2026, 1930 bis 2200
Probelokal La Landwehr:
Route de Beaumont 16, 1700 Fribourg
Zugang über Route de Levant.
Max. 15 Teilnehmende
Probenbesuch III
Benjamin Zwick
Musikgesellschaft Harmonie Appenzell
Freitag, 27. November 2026, 2000 bis 2200
Probelokal: Gymnasium St. Antonius, Theatersaal
Hauptgasse 51, 9050 Appenzell
Keine Beschränkung der Teilnehmerzahl
Hier kann man sich anmelden: https://forms.office.com/r/
Flyer:
Anmeldekarte - oder direkt hier anmelden: fice.com/r/
BDV-Seminarreihe 2026
«Eine Probe mit … »
Kurzbiografien
Roland Fröscher
Nach der Ausbildung zum Primarlehrer studierte Roland Fröscher Euphonium an der Hochschule der Künste Bern sowie Lausanne in der Klasse von Roger Bobo. Abschluss des Lehrdiploms mit dem Prädikat «mit Auszeichnung». Abschluss des Solistendiploms bei Thomas Rüedi mit dem Prädikat «mit Auszeichnung». Parallel dazu beendete er seine Ausbildung zum Gymnasiallehrer im Fach Musik an der Universität in Bern.
Auftritte als Gastsolist, Orchestermusiker und Gastdozent für Musikhochschulen führten ihn in verschiedene Länder Europas, nach Kanada, in die USA, nach Japan, Australien sowie Südamerika.
Seine Affinität zur Blasmusik lernte Roland Fröscher u.a. mit seiner langjährigen Zeit in der Brass Band Berner Oberland kennen. Bereichert wurde diese sicherlich durch diverse Engagements an auswärtigen Wettbewerben wie z.B. dem Swedish National, dem Australian National, dem British Open oder div. «Regionals», für welche er als Solo-Euphonist verpflichtet wurde.
Aktuell unterrichtet Roland Fröscher als Dozent für Fachdidaktik tiefes Blech an der Hochschule der Künste Bern sowie als Euphoniumlehrer an regionalen Musikschulen.
Seit seinem Orchesterdirektionsstudium bei Dominique Roggen engagiert sich Roland Fröscher als Dirigent verschiedener Schweizer Brass Bands und Blasorchester. Engagements als Dirigent sowie Expertentätigkeiten runden seine Tätigkeiten ab.
Roland Fröscher ist Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe; erwähnenswert sicherlich der Gewinn des ECHO-Klassik 2012 mit seiner zweiten Solo-CD für die beste Konzerteinspielung des Jahres/Bläser.
Benedikt Hayoz
Der Musiker, Dozent, Dirigent und Komponist Benedikt Hayoz (1984*) lebt und arbeitet in Freiburg, immer im Spannungsverhältnis zwischen Tradition und zeitgenössischer Musik.
Benedikt Hayoz absolvierte zunächst ein Hornstudium am Konservatorium Fribourg bei Matteo Ravarelli und liess sich anschliessend bei Jean-Claude Kolly zum Dirigenten ausbilden. Dann folgte ein Studium der Musikwissenschaft an der Uni Freiburg, ein Kompositionsstudium an der Hochschule der Künste Zürich sowie an der Royal Academy of Music in London mit anschliessenden Meisterkursen.
Zudem ist Benedikt Hayoz Preisträger verschiedener Kompositionswettbewerbe. Er gewann 2012 den Musikpreis der Kiefer Hablitzel Stiftung des Schweizer Tonkünstlervereins und erhielt ein Stipendium der Kulturstiftung Landis & Gyr. Als Musiker arbeitet Benedikt Hayoz mit verschiedenen Solisten und Dirigenten zusammen. Sein Schaffen führte auch zur Zusammenarbeit mit bekannten Ensembles aus Basel, Genf, Hamburg und London.
Benedikt Hayoz ist seit 2015 Dozent für theoretische Fächer am Standort Freiburg der Musikhochschule HEMU. Seit September 2019 ist er dort Stellvertreter des Direktors des Standortes Freiburg.
Seit 2002 führt er den Dirigentenstock der Musikgesellschaft Tafers. Neben der MG Tafers dirigiert Benedikt Hayoz seit September 2018 ebenfalls La Landwehr de Fribourg.
Als Komponist kreiert Benedikt Hayoz regelmässig Auftragskompositionen einerseits für Blasorchester, andererseits aber auch zeitgenössische Werke für bekannte Ensembles. Zudem wird er oft als Experte bei Wettbewerben angefragt.
Benjamin Zwick
Als Sohn eines Musikers kam Benjamin Zwick früh mit Musik in Berührung. Seinen ersten Klarinettenunterricht durfte er im Alter von fünf Jahren geniessen und diesem Instrument ist er noch heute sehr verbunden. Neben seinem Vater, Daniel-Pierre Zwick, welcher ihm die ersten Töne beibrachte, hatte er vor seiner Studienzeit Unterricht bei Vitalij Vosniak und Eugenio Steiner.
Im Jahre 2008 begann er das Bachelorstudium (Klassik – Hauptfach: Klarinette) an der Zürcher Hochschule der Künste bei Professor Elmar Schmid, welches er im Sommer 2011 erfolgreich abschliessen konnte. Im zweiten Studienjahr entdeckte Benjamin Zwick seine Leidenschaft für das Dirigieren und nahm Unterricht in Orchesterleitung. Das darauffolgende Masterstudium im Hauptfach Klarinette mit Orchesterleitung im Nebenfach, schloss er mit dem Prädikat «mit Auszeichnung» ab.
Von Herbst 2020 bis April 2024 besuchte Benjamin Zwick die weiterführenden Studien in Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste bei Christof Brunner, Johannes Schlaefli und Iwan Wassilevski. Den Master of Advanced Studies schloss er dabei ebenfalls mit der Höchstnote 6 «mit Auszeichnung» ab.
Zurzeit dirigiert Benjamin Zwick das Thurgauer Jugend-Symphonieorchester, die Stadtmusik Altstätten sowie die Musikgesellschaft Harmonie Appenzell.
Im Laufe seiner bisherigen Dirigiertätigkeit leitete er schon zahlreiche Orchester im In- und Ausland. Dazu gehören unter anderem das Rousse Philharmonic Orchestra, das Allegra Festival Orchestra Sofia, das Joseph Haydn Symphony Orchestra Vienna, das Blazerensemble Helicon, die Filarmonica Tîrgu Mureș, die Royal Symphonic Band of the Belgian Air Force, das National Radio Chamber Orchestra Romania, das Orchester der Staatsoper Varna, das Hungarian National Symphony Orchestra Szeged und viele mehr.
Im Sommer 2025 gewann er den Dirigierwettbewerb – international conducting competition «Wiener Schule» – in Wien und wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
In seinem breitgefächerten Arbeitsfeld ist es ihm stets ein grosses Anliegen, junge Menschen für die Musik zu begeistern.