Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband
 




Name: Stefan Roth

Adresse: Hauptwilerstrasse 2, 9220 Bischofszell

Beruf: Dirigent und Musiklehrer

Hobbies: habe mein Hobby zum Beruf gemacht


Musikalische Ausbildung / Werdegang:
1998 – 2000
SBV Dirigentenkurse des Thurgauer Kantonalmusikverband: Unter-, Mittel- und Oberstufe

1999 – 2009
Vize-Dirigent des Blasorchesters der Jugendmusik Kreuzlingen TG

2000 – 2001
Kaderschule Schweizer Ausbildungszentrum Militärmusik: SBV Dirigentenkurse Unter- und Mittelstufe

2001
Abverdienen des Korporalsgrades Spiel Rekrutenschule in Bern bei Oberleutnant Philippe Monnerat

2001 – 2004
Dirigent der Blechharmonie Kirchberg SG

2004
Dirigent des Musikvereins Kradolf-Schönenberg TG

2004 – 2008
Bachelor Studium am Conservatorium Maastricht NL Hauptfach: HAFA-Directie bei Jan Cober Nebenfächer: Orchesterschulung und Instrumentation bei Jo Conjaerts

2005 – 2006
Dirigent der Harmonie St. Michael Heugem Maastricht NL

2005 – 2008
Musikalische Leitung des Wiederholungs-Kurses des Militärspiels der Territorial Region 4

2007 – 2010
Dirigent der Harmonie Kilchberg ZH

Aktuelle musikalische Tätigkeit:
ab 2006 Dirigent des Musikvereins Kradolf-Schönenberg TG
ab 2006 Dirigent des Vorstufenensembles der Jugenmusik Kreuzlingen TG
ab 2009 Dirigent des Blasorchesters der Jugendmusik Kreuzlingen TG
ab 2009 Master Studium an der Hochschule der Künste Bern Hauptfach: Dirigieren Blasmusik bei Ludwig Wicki
ab 2010 Dirigent der Stadtharmonie Kreuzlingen TG
ab 2010 Dirigent des Projekt Blasorchesters «Philharmonic Winds – Das Blasorchester der Ostschweiz»

Musikalische Vorlieben:
Als Blasorchesterdirigent soll man bekanntlich offen für alles sein, daher bin ich in diesem Business gar nicht so fehl am Platz. Natürlich, mein absoluter Favorit ist die späte Romantik, aber Zeitgenössische Werke (es gibt für BO leider viel zu wenige) als auch originale Unterhaltungsmusik können mich absolut begeistern.

Aus dem Bereich der traditionellen Musik ist der Marsch mein absoluter Liebling, leider werden die wirklich guten Märsche viel zu wenig gespielt.

Wann und weshalb bist du dem BDV beigetreten?
Das war im Jahr 1988 nach meiner ersten Teilnahme am Dirigentenkurs des Thurgauer Kantonal Musikverbandes. Ich wollte auch dazu gehören und wenn man seinen Namen im Vademecum des SBV neben diversen dirigentischen Grössen lesen kann, ist das ein tolles Gefühl und natürlich hat mein damaliger Kursleiter René Messmer den BDV auch kräftig Beworben.

Was konntest du bisher von der Mitgliedschaft beim BDV profitieren?
Die Teilnahme an einem Workshop mit Christoph Walter in Emmenbrücke hat mich damals begeistert und konnte viel mit nach Hause nehmen. In den letzten Jahren konnte ich aus terminlichen Gründen leider nicht an den Kongressen des BDV teilnehmen.

Was stört dich am Blasmusikwesen? Was sollte verändert werden?
Darf man denn etwas Negatives über das Blasmusikwesen äussern?
Für mich ist eines der grössten Probleme der Neid unter den Musikvereinen. Jeder Verein denkt in erster Linie an seine Probleme, Sorgen, Ängste und Nöte und macht dafür oft andere Vereine dafür verantwortlich. Statt jedoch gemeinsam nach Lösungen zu suchen «knorzt» jeder Verein alleine für sich.
Für mich als Berufsdirigent kommt hinzu, dass in der Blasmusik das Gesellschaftliche oft wichtiger ist als die Musik. Nein, ich erwarte nicht, dass es nur noch Toporchester geben darf, aber es darf meiner Meinung nach nicht sein, dass man in Blasmusikkreisen schief angeschaut wird, wenn man auf Grund der anspruchsvollen Musik in einem Blasorchester mitspielt.

Welche Wünsche / Anregungen hast du an den Blasmusik-Dirigentenverband?
Ich wünsche mir vom BDV, dass er sich weiterhin für die Bedürfnisse und Belange der Blasmusikdirigenten und auch für eine fundierte und nachhaltige Ausbildung junger Dirigenten einsetzt. Sei dies bei Dirigentenkursen des SBV, bei der Zertifikatsausbildung Dirigieren Blasmusik (B-Diplom) und besonders auch bei einem Hauptstudium Dirigieren Blasmusik an einem Konservatorium (A-Diplom).

Weitere Bemerkungen:
Seit vielen Jahren bin ich im Blasmusikwesen tätig. Es ist ein grosser und wichtiger Teil meines Lebens. Gerade im Kanton Bern haben viele Vereine existenzielle Probleme, verschwinden, oder schliessen sich zusammen, was die Probleme meist nicht löst. Die Vereinsführung wird meist dem übertragen, der sich überreden lässt. Das kann ich mir bei den Dirigenten nicht vorstellen. Da werden Auswahlkriterien erstellt, Probedirektionen abgehalten usw. Ein Verein mit seinem Dirigent kann nur erfolgreich sein, wenn die Vereinsführung die gleiche Qualität aufweisst. In diese Richtung müssen wir arbeiten. Dirigentenkurse und Hochschulen für angehende Dirigenten haben wir überall. Eine professionellere Vereinsführung, neue Strukturen, Zusammenarbeitsformen müssen wir anstreben.